Was ist Fahrlach?
Fahrlach ist ein Gewerbe- und Bürogebiet im Südosten der Mannheimer Schwetzingerstadt, das durch die Bahngleise vom Wohnquartier getrennt ist. Der Name ist eine alte Flurbezeichnung, die heute in der Fahrlachstraße und in der Stadtbahnhaltestelle Fahrlach weiterlebt. Fahrlach ist kein Stadtteil im amtlichen Sinne und taucht deshalb weder in der Gliederung der 38 Mannheimer Stadtteile noch in den Einwohnerstatistiken der Stadt auf.
Wer nach Mannheim Fahrlach sucht, meint in der Regel eines von drei Dingen: die Haltestelle der Stadtbahn, eine Firmenadresse im Gewerbegebiet oder die Fahrlachstraße selbst. Manche Kartendienste führen Fahrlach als eigenen Ortsteil von Mannheim; die Stadt selbst zählt das Gebiet zur Schwetzingerstadt. Diese Seite erklärt, wo Fahrlach liegt, was es dort gibt und wie Sie hinkommen.
Lage und Zugehörigkeit
Fahrlach gehört zum Stadtteil Schwetzingerstadt im Stadtbezirk Schwetzingerstadt/Oststadt, einem der sechs inneren Stadtbezirke Mannheims, und trägt die Postleitzahl 68165. Der Bezirk hatte am 31. Dezember 2024 insgesamt 23.548 Einwohner auf 4,41 Quadratkilometern; die Grenze zwischen der Oststadt im Norden und der Schwetzingerstadt im Süden bildet die Seckenheimer Straße.
Das Gebiet liegt östlich der Bahnlinie, die vom Hauptbahnhof nach Südosten führt. Westlich der Gleise beginnt das dicht bebaute Wohnquartier der Schwetzingerstadt mit dem Hauptbahnhof an seinem nordwestlichen Rand. Nach Osten schließt Neuostheim im Bezirk Neuostheim/Neuhermsheim an, nach Süden der Almenhof im Bezirk Neckarau, zu dem die Schwetzingerstadt die nördliche Nachbarin ist. Nach Kartenangaben liegt Fahrlach bei 49,4737 Grad nördlicher Breite und 8,4955 Grad östlicher Länge.
Die beiden Erschließungsstraßen sind im städtischen Straßenverzeichnis unterschiedlichen Stadtteilen zugeordnet. Die Fahrlachstraße gehört zur Schwetzingerstadt: Sie führt über 0,87 Kilometer von der Schlachthofstraße bis zur Gottlieb-Daimler-Straße, hieß früher Unterhellung und ist als Hauptverkehrs- und Gewerbestraße eingestuft. Die Theodor-Heuss-Anlage ist der Oststadt zugeordnet: Sie verläuft über 0,93 Kilometer von der Schubertstraße bis zur Bahnunterführung, wurde 1964 nach dem ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss benannt und hieß vorher Seckenheimer Anlage. Kartendienste ordnen die Theodor-Heuss-Anlage dem Gebiet Fahrlach zu. Die Gottlieb-Daimler-Straße, 1948 benannt, verbindet die Schubertstraße mit der Fahrlachstraße. Die Herkunft aller Straßennamen finden Sie im Straßenlexikon, eine Übersicht aller Bezirke und Ortslagen im Stadtteil-Hub.
Was es dort gibt
Fahrlach wird von Gewerbe, Büros, Handel und Sport genutzt; Wohnhäuser gibt es kaum. Entlang der Fahrlachstraße und ihrer Nebenstraßen liegen Betriebe unterschiedlicher Branchen, Bürogebäude und Verkaufsflächen, dazu ein Fitnessstudio. Das Gebiet ist damit ein typischer innenstadtnaher Gewerbestandort, der von der Nähe zum Hauptbahnhof und zur Augustaanlage profitiert.
Der bekannteste Nachbar ist das TECHNOSEUM, das Landesmuseum für Technik und Arbeit, in der Museumsstraße 1 mit der Postleitzahl 68165. Die 1986 benannte Museumsstraße verläuft von der Theodor-Heuss-Anlage zur Wilhelm-Varnholt-Allee, die im selben Jahr ihren Namen erhielt und von der Schubertstraße bis zur B 38a führt. Das Museum steht damit am Übergang von der Oststadt zum Gewerbegebiet Fahrlach; hinter dem Gebäude ist die Dampflok 18 316 aufgestellt, die zuvor einige Jahre bei der Historischen Eisenbahn Mannheim in Friedrichsfeld stand. Weitere Ziele in der Umgebung, etwa das Planetarium am Friedensplatz am östlichen Ende der Augustaanlage, zeigt die Übersicht der Sehenswürdigkeiten.
Am südlichen Rand der Schwetzingerstadt liegt außerdem das Stadtbahndepot Mitte der RNV. Wegen seiner zentralen Lage fahren im Früh- und Spätverkehr zusätzliche Stadtbahnen als Einsatzlinien von hier aus in ihre regulären Linienläufe, was der Schwetzingerstadt morgens und abends zusätzliche Direktverbindungen verschafft.
Anfahrt und Haltestellen
Fahrlach erreichen Sie am einfachsten mit der Stadtbahn: Die Haltestelle Mannheim, Fahrlach liegt direkt im Gebiet. Die Schwetzingerstadt wird von den Stadtbahnlinien 1, 6, 6A, 8 und 9 der RNV erschlossen; welche Linien genau an der Haltestelle Fahrlach halten, entnehmen Sie dem aktuellen Fahrplan. Für Fernreisende ist der Hauptbahnhof am nordwestlichen Rand der Schwetzingerstadt der nächste Bahnhof mit S-Bahn, Regional- und Fernverkehr.
Mit dem Auto fahren Sie aus der Innenstadt über die Augustaanlage und die Schubertstraße in die Theodor-Heuss-Anlage, die durch die Bahnunterführung nach Fahrlach führt. Von Süden erreichen Sie das Gebiet über die B 38a und die Wilhelm-Varnholt-Allee. Aus Richtung Heidelberg kommen Sie über die A 656 und die B 37, die in die Augustaanlage übergeht. Wer aus der Schwetzingerstadt kommt, nutzt die Fahrlachstraße ab der Schlachthofstraße. Übernachtungsmöglichkeiten in Bahnhofsnähe und in der Oststadt zeigt die Übersicht der Hotels.